Licht aus für den Klimaschutz – Earth hour 2017

Wir schreiben das Jahr 2007: am 31. März um 19.30 Uhr Ortszeit gehen in der australischen Millionenstadt Sydney für eine Stunde die Lichter aus. „Betroffen“ sind neben vielen Privathaushalten auch zahlreiche Denkmäler und Gebäude der Stadt; selbst die Coca Cola-Leuchtreklame im Kings Cross erstrahlt erstmals seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1974 für eine Stunde nicht im gewöhnlichen Lichterglanz.

Was war passiert?

Was sich dem äußeren Betrachter zunächst wie ein gigantischer Stromausfall darzustellen vermochte, war in Wahrheit die Geburtsstunde der sogenannten Earth hour Stunde der Erde, einer Kampagne des WWF Australia, der die Australier zum Ausschalten von Lichtern und Leuchten aufgerufen hatte, um die Aufmerksamkeit auf den Klimaschutz zu lenken.

Und das mit Erfolg: was 2007 mit 2,2 Millionen australischen Haushalten angefangen hat, erreichte im Rekordjahr 2016 bereits 7000 Städte in 178 Ländern dieser Erde – Tendenz steigend. Seit 2008 beteiligen sich auch viele deutsche Städte an der Aktion und im Jahr 2012 schaltete sogar der Vatikan erstmals die Lichter der Kuppel des Petersdoms ab.

Kritik

Experten und Organisationen meinen, dass weltweit ein generelles Umdenken einsetzen muss, das weit über 60 Minuten Earth hour im Jahr hinausgeht, wenn Klima und Umwelt auf Dauer geschützt werden sollen.

Wir meinen: eine tolle Aktion mit Symbolcharakter um weltweit an die Menschen zu appellieren, etwas für den Klimaschutz zu tun. Wer sich aber wirklich nachhaltig für Klima und Umwelt einsetzen möchte, sollte dies jedoch 365 Tage im Jahr tun und bspw. alle traditionellen Leuchtmittel durch langlebige, energiesparende LEDs ersetzen.

Weitere wichtige energiesparende Tipps für Klima und Geldbeutel findet ihr übrigens auf der Seite des WWF:

http://www.wwf.de/earthhour/klimatipps/heizen/

Wer gerne mitmachen möchte: im Jubiläumsjahr 2017 findet die Earth Hour am 25. März um 20,30 Uhr deutscher Ortszeit statt.