Norwegen: Pilotprojekt „dimmbare Straßenbeleuchtung“ für Energieersparnis

Norwegen/Deutschland. Dass gute Straßenbeleuchtung nicht nur für Fußgänger sehr wichtig ist, ist unbestritten. Doch Straßenbeleuchtung, die die ganze Nacht über brennt, ist auch ein großer Energiefresser. Vielerorts sind daher gerade die kleineren Komunen dazu übergegangen, ab einer gewissen Uhrzeit die Beleuchtung komplett abzuschalten. Eine mögliche Alternative kommt nun aus Norwegen. In der Stadt Hole hat die norwegische Regierung ein innovatives Pilotprojekt gestartet: auf einem Streckenabschnitt von circa 9 Kilometern werden ausschließlich Straßenlaternen mit Bewegungsmeldern und dimmbaren Leuchtmitteln verwendet. Wenn keine Autos, Fußgänger oder Radfahrer auf diesem Abschnitt unterwegs sind, wird die Beleuchtung auf 20 Prozent heruntergedimmt. Sobald sich jemand dem Streckenabschnitt nähert, leuchten die Straßenlaternen – dank der Bewegungsmelder – zu 100%, unabhängig von der Schnelligkeit, mit der man sich nähert. Sobald das Auto, der Fußgänger oder Radfahrer, einen bestimmten Abschnitt durchquert hat, wird hinter ihm das Licht wieder auf 20 % heruntergedimmt – bis der nächste Passant oder das nächste Auto von dem Bewegungsmelder erfasst wird.
Nach Angaben der lokalen Regierung werden in diesem Streckenabschnitt so pro Woche 2100 kWh Energie eingespart. Über die Kosten für die Anlage ist nichts bekannt, nach Angaben der lokalen Regierung werden sich die Kosten für die Anlage aber in 4,5 Jahren amortisiert haben.
Wir meinen: tolles Projekt, das sich vor allem für wenig befahrene Straßen lohnt und für eine echte Energie- und Kosteneinsparung sorgen kann.

Quelle / Videos vom Projekt: http://www.dailymail.co.uk/news/article-5226533/Norways-auto-dimming-street-lights-brighten-cars.html